Mensch – Maschine – Robotik / Seminarbesuch am European Forum Alpbach

Im Zeitraum von 13.8. – 19.8. fand die Seminarwoche des European Forums Alpbach statt und aufgrund eines Stipendiums der IG Alpbach Wien konnte ich am gesamten Forum teilnehmen. Die Seminarwoche bietet 16 verschiedene Seminare zu sehr unterschiedlichen Themenbereichen, wovon zwei ausgewählt werden können. Um ein Zertifikat für ein Seminar zu erhalten, war es lediglich notwendig an fünf der sechs Termine anwesend zu sein. Daher bot sich die Möglichkeit auch bei anderen Themenbereiche zuzuhören. Ich habe mich letztendlich für zwei sehr gegensätzliche Seminare entschieden:

  • Sustaining Peace and Security – Who Cares?
  • Human – Machine – Robotics

SONY DSCNachdem dieser Blog nicht auf außenpolitische Themen spezialisiert ist, wird es nur einen Bericht des Robotik Seminars geben. Das Seminar wurde von Minoru Asada (Universität Osaka) und Peter Purgathofer (TU Wien) gehalten, wobei sich die Themenbereiche deutlich unterschieden. Professor Asada gab Einblick in seine Forschung vornehmlich im Bereich der Entwicklung von künstlicher Intelligenz von Robotern und Professor Purgathofer legte den Fokus bei der Seminargestaltung auf den Bereich Usability.


Wie es durch Roboter möglich sein kann die Menschliche Entwicklung besser zu verstehen

Professor Asada gab einen kurzen Input über die Geschichte der Robotik und rundete die erste Einheit mit einer Vorstellung des RoboCups, den er als Präsident in den Jahren 2002-2008 geführt hat, ab. Die aktuelle Forschung von Professor Asada spezialisiert sich auf den Bereich der Entwicklung von künstlicher Intelligenz in der Robotik. Es wird versucht die Entwicklung des Gehirns von Säuglingen in der Entwicklung von Robotern nachzustellen. Dabei wird die Simulation der Entwicklung von Bewegungen, das Nachahmen von Bewegungen ebenso wie die Entwicklung von Empathie und soziale Fähigkeiten herangezogen.

Durch diese Beobachtungen wollen die ForscherInnen, die aus sehr unterschiedlichen Bereichen kommen (Informatik, Elektronik, Mechatronik, Neurologie, Psychologie,…) ein besseres Verständnis über die menschliche Bewusstseinsentwicklung erlangen.

Mut zur Einfachheit

Der zweite Teil des Seminars beschäftigte sich mit der Notwendigkeit der Usability in der Softwareentwicklung. Moderne technische Geräte tendieren dazu, immer komplexer zu werden und die Anzahl der Funktionen wird immer erweitert. Dabei hat laut dem Moore’schen Gesetz die Anzahl der Funktionen die menschliche Aufnahmefähigkeit längst übertroffen. Daher wurde auf die Wichtigkeit der Simplifikation hingewiesen.

Abschließend kann ich sagen, dass die Inhalte, die vorgetragen wurden sehr spannend waren und im Vergleich zu anderen angebotenen Seminaren auf einem höheren Niveau angesetzt sind. Die präsentierte Forschungstätigkeiten (vor allem von Prof Asada) war auf dem aktuellen Stand der Technik. Allerdings war der Vortrag sehr frontal, obwohl die Gruppengröße von ca. 20 Studierenden ein interaktiveres Vorgehen zugelassen hätte. Dies wurde von Prof Purgathofen sehr gut umgesetzt. Die Themen wurden immer mit unterschiedlichen Methoden erarbeitet. Insofern bin ich zufrieden mit dem Seminar und denke einiges mitgenommen zu haben. Ich würde es definitiv weiterempfehlen sich für ein Stipendium zu bewerben.

Damit ist gestern die Seminarwoche zu Ende gegangen und nun beginnt die Gesprächswoche. Ich freue mich schon auf die Hochschul-, sowie Technologie- und Gesundheitsgespräche und viele anregende Diskussionen.

Quellen:

www.jst.jp/arato/asada

www.er.ams.eng.osaka-u.ac.jp/asa(…)

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